Hand in Hand - Ein inklusives Tanzprojekt


 Kinder,  Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Behinderung tanzen gemeinsam

 

Die Idee zur neunten Produktion des Jungen Tanztheaters Corinna Clack entspringt dem Wunsch, ein positives Beispiel zu setzen. 

Wir möchten den Kindern und Jugendlichen des Ensembles die Möglichkeit geben, drei Gruppen von Menschen, welche typischerweise mit dem Thema Inklusion in Verbindung gebracht werden – Menschen mit Behinderung, Menschen mit Fluchterfahrung und Menschen in hohem Alter – zu begegnen und sich mit ihren spezifischen Lebensbedingungen auseinanderzusetzen. Der Tanz und die Musik ermöglichen eine besonders schöne Art sich zwischenmenschlich zu berühren und miteinander in Kommunikation zu treten. 

 

Künstlerische und pädagogische Methoden

Das künstlerische Endprodukt steht am Ende eines fast einjährigen und mehrphasigen Entstehungsprozesses, in dem die 3 erwachsenen Künstlerinnen – Corinna Clack, Jutta Glaser und Cordula Reiner-Wormit - pädagogisch wie künstlerisch intensiv mit den Kindern arbeiten.

 

Erste Phase:

Die in der gedanklichen Beschäftigung mit dem Thema „Begegnung, Diversität und Menschsein“ entstandenen Ideen werden mit der Methode der Tanzimprovisation ausprobiert und ausgelotet. 

 

Zweite Phase:

Die Kinder und Jugendlichen des Tanzensembles treffen die Gäste.

Die 15 -18 jährigen Tänzerinnen tanzen nun wöchentlich mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderung. Der Tanz ist der perfekte Raum, um sich zu begegnen und die Besonderheiten eines jeden Menschen kennen und schätzen zu lernen. Erste Erfahrungen mit der Tanzimprovisation, die sowohl Unterrichtsmethode wie Kunstform ist, machen die Nachmittage zu intensiven, glücklichen und verbindenden Erlebnissen.

Die 8-10 jährigen Tänzerinnen erleben die afrikanischen Musiker/Tänzer aus Gambia mit Fluchterfahrung und schmieden erste Pläne für die gemeinsame Tanzszene. Traditioneller afrikanischer Tanz und die Tanzimprovisation der Kinder sollen eine zeitgenössische Fusion verschiedener Tierwesen werden.

Die kleinsten Tänzerinnen im Alter von 5-8 Jahren starten mit Kontaktimprovisation in die Proben mit den alten Menschen. In der Bewegungsfreude steht sich keiner nach und gemeinsam sind sie stark!

 

 

Dritte Phase:

Die choreografische und kompositorische Arbeit beginnt. Im Laufe der weiteren Tanzproben entstehen einzelne Bausteine, Bilder und Tanzfolgen, die nach und nach choreographisch zusammengefügt werden und letztendlich zum aufführungsfähigen Stück führen. Gleichzeitig entstehen die ersten musikalischen Ideen für einzelne Szenen, die prozessbegleitend komponiert werden. Die Tänzerinnen und Tänzer sind am künstlerischen Prozess maßgeblich beteiligt. Ihre Bewegungsideen und individuellen Ausdruckskräfte fließen mit ein und bestimmen das Endergebnis mit.

 

 

Pädagogische und künstlerische Ziele

Aus unserer 15jährigen Produktionserfahrung wissen wir, dass die Teilnahme und Mitwirkung in einem künstlerischen Prozess wie das Junge Tanztheater Corinna Clack ihn bietet, tiefgreifende persönliche, prägende und manchmal lebensveränderte Erfahrungen ermöglicht.

Nichtbehinderte Kinder und Jugendliche, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung, alte Menschen und Menschen mit Fluchterfahrung erleben Teilhabe an Kunst und Kultur und bereichern das kulturelle Leben von Heidelberg.

Das Tanz- und Musiktheaterstück HAND IN HAND ist ein künstlerisches Werk mit Laien auf professionellem Niveau, welches ohne die feinfühlige Kompetenz und das Herzblut aller professionellen Künstler und Künstlerinnen, sowie vielen ehrenamtlichen Helfer/innen nicht zu verwirklichen wäre.

Damit die Erfolgsgeschichte des Jungen Tanztheater Corinna Clack weitergehen kann, müssen auch die entsprechenden finanziellen Mittel generiert werden.

 

 

Zukunftsperspektive

HAND IN HAND ist ein eigenständiges künstlerisches Bühnenstück. Jedoch soll es auch der Pionier sein, um eine kontinuierliche inklusive Arbeit in Form von Tanzkursen oder Tanzworkshops ab April 2018 anzubieten.